Ein QR-Code auf der Rechnung spart deinen Kunden 30 Sekunden Tipparbeit — und dir Tage an Wartezeit auf die Zahlung. Der EPC-QR-Code (European Payments Council) enthält alle Überweisungsdaten in maschinenlesbarer Form. Der Kunde scannt ihn mit der Banking-App, bestätigt — fertig. Kein IBAN abtippen, kein falscher Verwendungszweck.
Was ist ein EPC-QR-Code?
EPC steht für European Payments Council. Der EPC-QR-Code — auch GiroCode genannt — ist ein standardisiertes Format für SEPA-Überweisungen. Er enthält:
- IBAN des Empfängers
- BIC (optional bei Inlandsüberweisungen)
- Name des Empfängers
- Überweisungsbetrag
- Verwendungszweck (z. B. Rechnungsnummer)
Das Format ist in der EPC-Richtlinie 069-12 definiert und wird von allen großen europäischen Banking-Apps unterstützt: Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank, ING, N26, Revolut — und viele mehr.
Warum beschleunigen QR-Codes Zahlungen?
Die Zahlen sprechen für sich: Rechnungen mit EPC-QR-Code werden im Durchschnitt 3-5 Tage schneller bezahlt als Rechnungen ohne. Die Gründe:
- Kein Medienbruch: Der Kunde muss nicht zwischen Rechnung und Banking-App hin und her wechseln
- Keine Tippfehler: IBAN, Betrag und Verwendungszweck werden automatisch übernommen
- Sofortige Aktion: Der Kunde kann die Rechnung bezahlen, sobald er sie sieht — auch vom Smartphone aus
- Psychologischer Effekt: Ein QR-Code signalisiert Modernität und macht das Bezahlen zum Impuls statt zur Aufgabe
Praxisbeispiel: Freelancer Marco
Marco ist Webentwickler und stellt monatlich 8-12 Rechnungen. Vor der Einführung von QR-Codes lag seine durchschnittliche Zahlungsdauer bei 18 Tagen. Seit er EPC-QR-Codes auf seinen Rechnungen nutzt, sind es 11 Tage. Bei einem monatlichen Umsatz von 6.000 € bedeutet das eine spürbar bessere Liquidität.
Wie funktioniert der EPC-QR-Code technisch?
Der QR-Code enthält einen strukturierten Text im EPC-Format. Ein typischer Inhalt sieht so aus:
BCD 002 1 SCT COBADEFFXXX Max Mustermann DE89370400440532013000 EUR1190.00 Rechnung 2026-042
Die Felder im Detail:
- BCD: Service-Tag (immer „BCD“)
- 002: Version
- 1: Zeichencodierung (1 = UTF-8)
- SCT: SEPA Credit Transfer
- BIC: Bank Identifier Code (optional bei deutschen Banken)
- Name: Kontoinhaber (max. 70 Zeichen)
- IBAN: 22-stellig für Deutschland
- Betrag: Im Format EUR + Betrag
- Verwendungszweck: Max. 140 Zeichen
EPC-QR-Code auf der Rechnung platzieren
Position und Größe
Der QR-Code gehört gut sichtbar auf die Rechnung — am besten in die Nähe der Bankverbindung oder des Gesamtbetrags. Empfohlene Größe: mindestens 2 × 2 cm, damit alle Smartphones ihn zuverlässig scannen können.
Bewährte Positionen:
- Rechts neben der Bankverbindung
- Unter dem Gesamtbetrag
- In einem separaten Zahlungsblock am Ende der Rechnung
Beschriftung
Nicht jeder Kunde weiß, was der QR-Code bedeutet. Füge eine kurze Erklärung hinzu:
- „QR-Code scannen für Sofortüberweisung“
- „Einfach mit der Banking-App scannen“
- „GiroCode — scannen und bezahlen“
EPC-QR-Code manuell erstellen
Du kannst den QR-Code mit verschiedenen Tools erstellen:
- Online-Generatoren: Websites wie girocode.de oder epc-qr.eu generieren den Code aus deinen Bankdaten
- Bibliotheken für Entwickler: Python (qrcode-Bibliothek), JavaScript (qrcode.js), PHP (endroid/qr-code)
- Buchhaltungssoftware: Moderne Rechnungstools wie QROVA fügen den EPC-QR-Code automatisch ein
Der manuelle Weg hat einen Nachteil: Du musst für jede Rechnung einen neuen QR-Code generieren, weil sich Betrag und Verwendungszweck ändern. Bei 20 Rechnungen pro Monat wird das schnell lästig.
Welche Banking-Apps unterstützen den EPC-QR-Code?
Praktisch alle relevanten Banking-Apps in Deutschland:
- Sparkasse (S-pushTAN und Sparkassen-App): Vollständig unterstützt
- Deutsche Bank: Vollständig unterstützt
- Commerzbank: Vollständig unterstützt
- Volksbanken/Raiffeisenbanken (VR Banking): Vollständig unterstützt
- ING: Vollständig unterstützt
- N26: Vollständig unterstützt
- DKB: Vollständig unterstützt
- Revolut: Unterstützt über SEPA-Integration
Die Kamera-App des Smartphones reicht nicht — der Code muss mit der Banking-App gescannt werden. Manche Apps erkennen den EPC-QR-Code auch automatisch, wenn du die Kamera innerhalb der App öffnest.
EPC-QR-Code vs. PayPal-QR-Code
PayPal bietet ebenfalls QR-Codes für Zahlungen an. Die Unterschiede:
- EPC-QR-Code: Kostenlose SEPA-Überweisung, kein Intermediär, Geld landet direkt auf deinem Konto
- PayPal-QR-Code: PayPal-Gebühren (ca. 2,49 % + 0,35 €), Geld landet auf dem PayPal-Konto, Empfänger braucht PayPal
Für B2B-Rechnungen ist der EPC-QR-Code die bessere Wahl: keine Gebühren, keine Drittanbieter-Abhängigkeit, und die Zahlung erscheint direkt auf dem Geschäftskonto.
Rechtliche Aspekte
Der EPC-QR-Code auf der Rechnung ist optional — keine Pflichtangabe nach § 14 UStG. Er ersetzt auch nicht die schriftliche Angabe der Bankverbindung. Betrachte ihn als Zusatzservice für deine Kunden.
Achte darauf, dass die Daten im QR-Code exakt mit den Angaben auf der Rechnung übereinstimmen. Ein falscher Betrag im QR-Code bei korrektem Betrag auf der Rechnung führt zu Verwirrung und möglichen Fehlbuchungen.
Automatisch QR-Codes auf Rechnungen
Die effizienteste Lösung: Eine Rechnungssoftware, die den EPC-QR-Code automatisch generiert. QROVA fügt auf jeder Rechnung den passenden QR-Code ein — mit korrektem Betrag, IBAN und Rechnungsnummer als Verwendungszweck. Du musst nichts manuell erstellen oder kopieren.
QROVA Tipp
QROVA generiert auf jeder Rechnung automatisch einen EPC-QR-Code mit den korrekten Überweisungsdaten. Deine Kunden scannen, bestätigen — und du bekommst dein Geld schneller. Ohne Zusatzgebühren, ohne manuelle Arbeit.