QR-Code-Größe berechnen – wie groß drucken?

Wie weit ist das Smartphone beim Scannen typischerweise entfernt?
Je mehr Daten im Code stecken, desto feiner die Punkte – und desto größer muss er gedruckt werden.
Geben Sie den Scan-Abstand ein. Die empfohlene Größe erscheint hier sofort.

Die richtige QR-Code-Größe entscheidet darüber, ob Ihr Code gescannt wird oder nicht. Sie hängt vor allem vom Scan-Abstand und von der Datenmenge im Code ab. Als Faustregel gilt: Der Abstand sollte höchstens etwa zehnmal so groß sein wie die Kantenlänge des Codes. Der Rechner oben passt diese Regel an den Inhalt an und nennt Ihnen die Mindestgröße – kostenlos und ohne Anmeldung.

QR-Code-Größe berechnen: Ergebnis des Rechners mit Mindestgröße und Ruhezone

So berechnen Sie die QR-Code-Größe

  1. Scan-Abstand eintragen. Wie weit ist das Smartphone beim Scannen entfernt? Bei einer Visitenkarte etwa 20 cm, bei einem Plakat oft 1–2 m.
  2. Inhalt wählen. Ein kurzer Link braucht weniger Punkte als eine vollständige vCard. Je mehr Daten, desto größer muss der Code werden.
  3. Logo angeben. Ein Logo in der Mitte verdeckt einen Teil des Codes. Der Rechner plant dafür mehr Fläche ein.
  4. Ergebnis übernehmen. Sie erhalten die Mindestgröße des Codes, die Größe inklusive freiem Rand und die Größe eines einzelnen Punkts.

Die 10:1-Faustregel für die QR-Code-Größe

Wird ein Code aus 30 cm Entfernung gescannt, sollte er rund 3 × 3 cm groß sein, bei 2 m Abstand etwa 20 × 20 cm.

Diese Regel gilt für Codes mit wenig Inhalt, zum Beispiel einen kurzen Link. Steckt mehr im Code, werden die einzelnen Punkte (Module) kleiner. Dann muss der Code größer gedruckt werden, damit die Kamera jeden Punkt sauber erkennt.

Warum der Inhalt die QR-Code-Größe beeinflusst

Ein QR-Code besteht aus einem Raster aus Modulen. Die kleinste Version hat 21 × 21 Module, jede höhere Version vier Module mehr pro Seite – das ist im Versionsschema von DENSO WAVE, dem Erfinder des QR-Codes, beschrieben.

Je mehr Zeichen Sie hinterlegen, desto höher die Version und desto mehr Module müssen auf dieselbe Fläche passen. Bei gleicher Druckgröße wird jedes Modul kleiner. Der Rechner gleicht das aus, indem er die Größe an die typische Modulanzahl des gewählten Inhalts anpasst:

  • Dynamischer QR-Code (kurzer Link): ca. 29 × 29 Module.
  • WLAN-Zugang: ca. 33 × 33 Module.
  • Lange Website-Adresse: ca. 37 × 37 Module.
  • GiroCode für Überweisungen: ca. 49 × 49 Module.
  • vCard mit Kontaktdaten: ca. 57 × 57 Module.

Typische Richtwerte nach Einsatzort

  • Visitenkarte, Flyer in der Hand (20–30 cm): ab etwa 2–3 cm Kantenlänge.
  • Speisekarte, Tischaufsteller (30–50 cm): etwa 3–5 cm.
  • Plakat A3/A2 (1–2 m): etwa 10–20 cm.
  • Schaufenster, Banner (3–5 m): 30–50 cm und mehr.

Die genaue QR-Code-Größe für Ihren Fall berechnet der Rechner, inklusive Datenmenge und Logo. Mehr zur Untergrenze lesen Sie im Beitrag Minimale Größe eines QR-Codes auf der Visitenkarte.

Warum ein dynamischer QR-Code kleiner gedruckt werden kann

Ein dynamischer QR-Code enthält nur einen kurzen Weiterleitungslink. Er hat deshalb wenige, große Module und lässt sich auch klein noch gut scannen.

Das Ziel können Sie nach dem Druck ändern, und Sie sehen, wie oft der Code gescannt wurde. Mit QROVA erstellen Sie dynamische QR-Codes kostenlos; die Scan-Statistik arbeitet ohne Cookies beim Scan.

Ruhezone nicht vergessen

Um den Code herum muss ein freier Rand bleiben, die sogenannte Ruhezone. Sie sollte mindestens vier Module breit sein.

Der Rechner gibt deshalb zusätzlich die Größe inklusive Ruhezone an. Texte, Linien oder Bildkanten dürfen nicht in diesen Rand hineinragen.

Zwei Beispielrechnungen

Speisekarte im Restaurant

Ein Café druckt einen dynamischen QR-Code auf Tischaufsteller. Gäste scannen aus etwa 40 cm. Der Rechner ergibt eine QR-Code-Größe von rund 4 × 4 cm, mit Ruhezone etwa 5 × 5 cm. Weil der Code dynamisch ist, kann das Café die Speisekarte später austauschen, ohne neu zu drucken.

Plakat an der Bushaltestelle

Ein Verein wirbt auf einem A2-Plakat für ein Fest. Passanten stehen etwa 2 m entfernt. Für einen kurzen Link nennt der Rechner etwa 20 × 20 cm. Würde der Verein stattdessen eine lange Adresse direkt in den Code schreiben, wären es schon rund 26 × 26 cm – ein gutes Argument für einen dynamischen Code.

QR-Code-Größe im Layout einplanen

Planen Sie den Platz für den Code früh ein, nicht erst am Ende der Gestaltung. Drei Tipps aus der Praxis:

  • Handlungsaufforderung daneben. Ein kurzer Satz wie „Jetzt scannen und Tisch reservieren“ erhöht die Zahl der Scans deutlich, weil klar ist, was den Nutzer erwartet.
  • Gut erreichbare Position. Auf Plakaten gehört der Code auf Augenhöhe, nicht an den unteren Rand. Auf Flyern sollte er nicht im Falz liegen.
  • Ruhezone mit einplanen. Rechnen Sie den freien Rand von Anfang an in die Fläche ein. Der Rechner nennt Ihnen dafür die Größe inklusive Ruhezone.

Fünf Druckfehler, die das Scannen verhindern

  1. Zu wenig Kontrast. Dunkle Module auf hellem Grund funktionieren am besten. Helle Codes auf dunklem Grund oder Pastellfarben lesen viele Kameras schlecht.
  2. Gestauchte oder verzerrte Codes. Ein QR-Code muss quadratisch bleiben. Beim Einpassen ins Layout immer proportional skalieren.
  3. Gewölbte oder glänzende Flächen. Auf Flaschen, Dosen oder Folie spiegelt das Licht. Planen Sie hier eine größere QR-Code-Größe ein.
  4. Pixelgrafik statt Vektor. Ein vergrößertes PNG wird unscharf. Für den Druck eignet sich SVG oder PDF.
  5. Kein Test vor dem Druck. Drucken Sie einen Probebogen und scannen Sie ihn aus dem echten Abstand mit mehreren Smartphones.

Häufige Fragen

Was ist die kleinste sinnvolle QR-Code-Größe?

Für gedruckte Codes, die aus der Hand gescannt werden, sind etwa 2 × 2 cm eine gute Untergrenze. Kleiner wird es für viele Smartphone-Kameras schwierig. Der Rechner gibt deshalb nie weniger als 2 cm aus.

Wie groß muss ein QR-Code auf einem Flyer sein?

Flyer werden meist aus 20 bis 30 cm Entfernung gescannt. Für einen kurzen, dynamischen Link reichen dann 2 bis 3 cm Kantenlänge. Enthält der Code eine vCard oder eine lange Adresse, planen Sie eher 4 bis 6 cm ein.

Spielt die Druckauflösung eine Rolle?

Ja. Jedes Modul muss scharf und mit klaren Kanten gedruckt werden. Bei sehr kleinen Codes und grobem Druckverfahren, etwa auf Stoff oder Karton, sollten Sie die QR-Code-Größe großzügiger wählen als im Rechner angegeben.

Macht ein Logo den Code größer?

Ein Logo verdeckt einen Teil der Punkte. Damit der Code trotzdem lesbar bleibt, braucht er eine höhere Fehlerkorrektur und damit mehr Module. Der Rechner berücksichtigt das, wenn Sie „Logo in der Mitte“ anhaken.

Welches Dateiformat eignet sich für den Druck?

Am besten ein Vektorformat wie SVG oder PDF. Es bleibt in jeder Größe scharf. Pixelbilder (PNG) sollten in ausreichend hoher Auflösung vorliegen.

Ist das Ergebnis garantiert?

Nein, es ist ein Richtwert. Licht, Papier, Kontrast und Kamera beeinflussen das Ergebnis. Testen Sie den Code vor dem Druck mit mehreren Smartphones und aus dem echten Abstand.

Weitere kostenlose Werkzeuge

  • GiroCode-Generator – EPC-QR-Code für Überweisungen aus IBAN, Betrag und Verwendungszweck erstellen.
  • Kleinunternehmer-Rechner – Umsatzgrenzen nach § 19 UStG (25.000 € / 100.000 €) prüfen, auch fürs Gründungsjahr.
  • Verzugszinsen-Rechner – Verzugszinsen nach § 288 BGB taggenau berechnen, mit 40-€-Pauschale für Unternehmen.
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