Ein QR-Code auf einem Plakat, einer Visitenkarte oder in einer E-Mail-Signatur bleibt für Google Analytics meist unsichtbar – anders als ein Klick auf eine Online-Anzeige. Mit UTM-Parametern (utm_source, utm_medium, utm_campaign) lässt sich das ändern: QROVA erfasst diese Parameter bei jedem Scan automatisch in der eigenen Statistik und reicht sie zusätzlich an die Zielseite weiter, sodass auch Google Analytics (GA4) oder ein anderes Analyse-Tool die Kampagne erkennt.
Was sind UTM-Parameter – kurz erklärt
UTM-Parameter sind zusätzliche Angaben, die an das Ende einer URL angehängt werden, zum Beispiel ?utm_source=plakat&utm_medium=print&utm_campaign=sommer2026. Sie ändern nichts an der Zielseite selbst, geben Analyse-Tools aber mit, über welchen Kanal (utm_source), welches Medium (utm_medium) und welche Kampagne (utm_campaign) der Besuch zustande kam. Das Prinzip stammt aus dem klassischen Online-Marketing, lässt sich aber genauso auf QR-Codes anwenden.
Warum das bei QR-Codes besonders nützlich ist
QR-Codes verbinden oft offline- und online-Kanäle: ein Plakat, ein Flyer, eine Speisekarte, eine Visitenkarte. Ohne UTM-Parameter sehen Sie in Google Analytics nur „Direkter Zugriff“ oder bestenfalls den Referrer qrova.io – nicht, von welchem Standort, welcher Druckauflage oder welcher Kampagne der Besuch stammt. Weil QROVA-Codes dynamisch sind, lässt sich die Kampagnenkennzeichnung zudem nachträglich anpassen, ohne den gedruckten Code neu zu drucken.
Zwei Wege, UTM-Parameter mit QROVA zu nutzen
1. UTM-Parameter direkt im Ziel-Link hinterlegen
Der einfachste Weg: Sie tragen beim Erstellen oder Bearbeiten eines dynamischen QR-Codes als Ziel-URL direkt einen Link mit UTM-Parametern ein, zum Beispiel https://ihre-seite.de/aktion?utm_source=plakat&utm_medium=print&utm_campaign=sommer2026. Jeder Scan dieses Codes landet dann in Google Analytics als dieser Kanal und diese Kampagne – unabhängig davon, wie oft Sie das Ziel später inhaltlich ändern. Dieser Weg funktioniert ohne Zusatzaufwand mit dem normalen Ziel-Feld und eignet sich, wenn Sie pro Standort, Flyer-Variante oder Kampagne einen eigenen QR-Code anlegen.
2. UTM-Parameter am Kurzlink selbst, für QROVAs eigene Statistik
Hängen Sie UTM-Parameter stattdessen an den von QROVA erzeugten Kurzlink an (qrova.io/q/ihrcode?utm_source=newsletter&utm_medium=email), erfasst QROVA diese Werte zusätzlich in der eigenen Scan-Statistik (Spalten utm_source, utm_medium, utm_campaign im Dashboard) und gibt sie unverändert an die Zielseite weiter. Das eignet sich vor allem dort, wo Sie den Link als Text verwenden und selbst in der Hand haben – etwa in einer Newsletter-Signatur, im Social-Media-Profil oder als Button in einer PDF. Bereits vorhandene UTM-Parameter im Ziel-Link werden dabei nicht überschrieben, nur ergänzt.
Praxisbeispiel: Eine Kampagne über mehrere Kanäle vergleichen
Ein Café nutzt einen QR-Code auf der Tischkarte, denselben Aktionslink aber auch im Newsletter und auf Instagram. Mit drei separaten QR-Codes – gleiches Ziel, aber jeweils mit utm_source=tischkarte, utm_source=newsletter bzw. utm_source=instagram im Ziel-Link – zeigt die QROVA-Statistik auf einen Blick, welcher Code wie oft, wann und aus welcher Stadt gescannt wurde, während Google Analytics auf der Aktionsseite dieselbe Aufteilung nach Kanal zeigt. Ändert sich die Aktion, wird nur das Ziel der drei Codes aktualisiert – die gedruckte Tischkarte bleibt unverändert nutzbar.
Für welche QR-Typen funktioniert das?
Die Weiterleitung mit UTM-Parametern greift bei allen QR-Typen, die zu einer eigenen Webadresse führen – also URL-Links, Google-Bewertungslinks, Google-Maps-Standorte, PDF-Links und Zahlungslinks (Paylink). Bei Typen ohne eigene Zielseite, etwa vCard, WLAN-Zugangsdaten oder dem EPC-Zahlcode (GiroCode) auf einer Rechnung, werden die Daten direkt angezeigt oder verarbeitet, eine UTM-Weiterleitung an eine externe Seite entfällt dort.
UTM-Parameter sinnvoll benennen
Damit sich Auswertungen über mehrere Kampagnen hinweg vergleichen lassen, lohnt sich eine feste Namenskonvention: durchgängig Kleinbuchstaben, Bindestriche statt Leerzeichen, und dieselben Begriffe für dieselbe Bedeutung. Für den Kanal (utm_source) zum Beispiel plakat, flyer, visitenkarte oder newsletter; für das Medium (utm_medium) print, email oder social; für die Kampagne (utm_campaign) ein Jahres- oder Saisonkürzel wie sommer2026. Wer schon eine Print-Kampagne per QR-Code auswertet, kann dieselben Bezeichnungen für utm_source und utm_campaign verwenden, die auch in der eigenen ROI-Tabelle stehen – so lassen sich QROVA-Dashboard, Tabelle und Google Analytics ohne Umrechnen nebeneinander lesen.
Häufige Fragen
Brauche ich für jede Kampagne einen eigenen QR-Code?
Nicht zwingend, aber meist sinnvoll: Ein eigener QR-Code pro Standort oder Kanal lässt sich in der QROVA-Statistik klar auseinanderhalten (Scans, Ort, Gerät), zusätzlich zur UTM-Kennzeichnung im Ziel-Link für Google Analytics. Bei nur einem Kanal reicht ein einzelner Code mit UTM-Parametern im Ziel.
Welchen Tarif brauche ich dafür?
Die erweiterte Statistik inklusive UTM-Auswertung ist Teil der Pro-, Business- und Agentur-Tarife. Im Free-Tarif stehen nur Basis-Statistiken zur Verfügung.
Überschreibt QROVA vorhandene UTM-Parameter im Ziel-Link?
Nein. Werden UTM-Parameter am Kurzlink angehängt und sind im Ziel-Link bereits andere UTM-Werte hinterlegt, bleiben die vorhandenen Werte unverändert; nur fehlende Parameter werden ergänzt.
Sehe ich die UTM-Daten auch bei QROVAs eigener Statistik, nicht nur in Google Analytics?
Ja, sofern die UTM-Parameter am gescannten bzw. angeklickten Kurzlink selbst hängen, erscheinen utm_source, utm_medium und utm_campaign auch als eigene Spalten im QROVA-Dashboard, gefiltert und exportierbar.
Werden beim Scan personenbezogene Daten erfasst?
QROVA hasht IP-Adressen (SHA-256) und ermittelt Land und Stadt lokal über eine eigene GeoIP-Datenbank, ohne externen Dienst. Namen oder genaue Standorte werden nicht erfasst.
Wer QR-Codes für mehrere Kanäle oder Standorte einsetzt, kann mit dynamischen QR-Codes und UTM-Parametern im Ziel-Link seine Kampagnen in QROVAs Statistik und in Google Analytics gleichzeitig auswerten, ganz ohne Codes neu zu drucken, wenn sich die Aktion ändert.

